Transit durch Turkmenistan

Der vielleicht 18jährige Soldat am Grenzübergang Sarakhs, der Iran-Turkmenistan-Grenze, streckte freudig den rechten Arm in die Luft, als ich sagte, das ich aus Deutschland komme: „Ah Germania! Heil Hitler!“. Das kann mal passieren, und passierte hier nicht das erst Mal auf dieser Reise. Dass ich als Reisender aus Deutschland mit der Vergangenheit meines Landes konfrontiert werde, ist ganz sicher nichts Neues. Normalerweise schaue ich in dieser Situation betont grimmig, und tue meine Missbilligung dieser Geste kund. Hier musste ich mir zusätzlich ein Schmunzeln verkneifen, die russisch-turkmenische Betonung seines Grußes klang eher nach „Geil Chiedler“, als wolle er beweisen, dass er den neuen Dokumentarfilm „Chiedlers Sexleben“ von Guido Knopp gesehen hat. Dieser freudestrahlende Halbwüchsige machte mich trotzdem hilflos wie jede solcher oder ähnlich verlaufender Begegnungen. Was wohl in seinem Kopf vorging?

In Turkmenistan wurde ich nach Verlassen des Grenzterminals von den berüchtigten Gegenwinden in Empfang genommen. Für diese Tage wird eine konstante Windstärke von 4 und Böen bis 6 bft vorhergesagt. Nicht unerheblich ist diese Vorhersage, wegen der Bedingungen für das Radeln durch Turkmenistan: es werden ausschließlich Transitvisa ausgestellt für die Dauer von maximal 5 Tagen. Unbekannt ist , was dem passiert, der die vereinbarte Visazeit überschreitet. Es gibt nicht bestätigte Berichte von anderen Reisenden, die gehört haben, dass viele hundert Dollar Strafe verlangt werden und der/die Reisende auf eigene Kosten in das Heimatland zurückgeflogen wird. Andere sprechen von turkmenischem Kerker bei Wasser und Brot in Schlimmeres. Auf jeden Fall kennt keiner der Reisenden irgendjemanden persönlich, der dieses Risiko eingegangen ist. Ich will die Konsequenzen auf dieser Tour auch nicht wissen, so ist ein es ein steter Kampf gegen die Uhr und die Winde.

Nach en ersten 25 km kam dann eine Polizeikontrolle mit erneuter Passkontrolle, und erneut ging die rechte Hand des freudig strahlenden heranwachsenden Uniformierten nach oben mit Verweis auf den den Inhalt des vermeintlichen neuen Dokumentarfilms von Guido Knopp. Ich war machtlos und klar in der Unterzahl, die Lacher unter seinen Kollegen hatte der freche Bengel natürlich auf seiner Seite.

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Straße Richtung Norden kurz hinter der Grenze
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Sand fegt über die Straße
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turkmenische Straßenszene – sandiger Horizont

Was folgte, waren 100 km Wüstenstraße, kein Shop, kein Wasser, schlechte Straße. Ich hatte vorgesorgt, und 8 Liter Wasser mitgenommen. Die mittlerweile hochstehende Sonne und mein persönlicher Ehrgeiz, die Winde und die die schreckliche Schotterpiste rasch hinter mir zu lassen, wollten aber mehr. Ein turkmenischer Truckfahrer hielt glücklicherweise auf der Hälfte der Strecke, und schenkte mir ungefragt 5 Liter Wasser. Ok. Also keine Ausrede, dass ich die Durchquerung dieses Wüstenabschnittes nicht schaffe – der Zeitplan hätte eine Umkehr außerdem nicht zugelassen. Der nette Truckfahrer warnte mich zugleich vor den Bewässerungsgräben, die am Ende der Strecke kämen, das Wasser sei giftig. Guter Hinweis, da wollte ich eigentlich Wasser filtern, ob mein Filter mit den Giften fertig geworden wäre? Das frische Wasser des Truckfahrers war auf jeden Fall die bessere Lösung und sogar leicht gekühlt! Mit dem Sonnenuntergang hielt ein Minibus neben mir mit zwei jüngeren Turkmenen, mehr Kontakt mit Autos hatte ich auf der ganzen Strecke eigentlich nicht. Ich fragte nach Wasser. Einer von den Beiden sprach ein Wenig russisch, und sie boten mir an, mich mitzunehmen, sie hätten „Voda y Vodka“, und ich könnte auch bei ihnen übernachten. Ich nahm das Angebot an, obwohl nicht Wodka-durstig war ich doch neugierig. Ich hatte nur 70 km geschafft, bin manchmal nur 8-10km/h bei stetigem Gegenwind gefahren. Der Gastgeber war schon etwas angetrunken, die Fahrweise und die Ausdünstungen deuteten darauf hin. Im Farmhaus, nahmen wir auf dem Boden Platz und für mich wurde auf dem Teppich gedeckt und köstliches Essen in 2 Gängen serviert. Ich wurde aufgefordert, mich wie zu Hause zu fühlen! Ständig kamen Familienangehörige in das Zimmer und betrachteten den interessanten Gast und seine Kamera. Als der russischsprechende Freund die Runde verließ, waren wir, mein Gastgeber und ich, sprachlos und auf uns alleingestellt. Wir tranken Wodka und immer wieder musste ich einen neuen Toast aussprechen. Den alkoholischen Vorsprung, den der Gastgeber hatte, holte ich allerdings nicht mehr auf und irgendwann fiel der gute Mensch einfach um und in den Schlaf. Mir war auch danach, und so ließ ich sie alle um mich herum ruhen, um auch ein wenig zur Ruhe zu kommen.

Am nächsten Tag schaffe ich, ein wenig aufzuholen, und war am Ende des Tages und 120 weiteren Kilometern gut in der Zeit. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass die Winde erst um 9 Uhr starten, und bis ca. 21 Uhr andauern. Meine Morgenmenschqualitäten konnte ich voll ausspielen und war die nächsten Tage immer schon um 5 Uhr auf dem Fahrrad, um die Kilometer bei noch angenehmen Temperaturen zu fressen. Zum Frühstück konnte ich ich ein Café einkehren, und wurde zu mit Lammfleisch gefüllten Teigtaschen eingeladen – lecker!

Dass die Nationalität mit bekannten Personen verknüpft wird, ist ein bekanntes Phänomen, und normalerweise bin ich gut vorbereitet. Konversationen im Iran liefen oft so: „ah Almanya – Sweinstaiger – Manchester“, worauf ich immer „Iran – Ali Daei – Bayern München“ geantwortet habe, und wir dann die uns bekannten Fußballspieler der jeweiligen Nation im Wechsel aufgesagt haben. Da konnte ich mich vorbereiten! Der Name „Hitler“ fällt in diesen Tagen mir gegenüber wie der eines Fußballspielers. Aber schauen die wirklich Guido Knopp, wenn andere Sportschau schauen? Als ein weiteres Mal in einem Restaurant die rechte Hand mir freudig zum Gruß gehoben wurde, begann ich den Sinn dieser Lehrinhalte oder Fernsehinhalte doch ein wenig zu hinterfragen. Laut Wikipedia gibt es in Turkmenistan keine Opposition, keine freie Presse, kein oder allenfalls zensiertes Internet und einen in der Welt einmaligen Personenkult um den jeweiligen Diktator an der Spitze des Systems. Der 2006 verstorbene Diktator der Turkmenen hat es sogar so weit getrieben und hat Wochentage und Monate nach sich und seinen Familienangehörigen benannt. Oppositionelle haben natürlich keine Chance in diesem Land, das dank Öl und Gas so gute wirtschaftliche Verbindungen zu uns pflegt. Aber wenn jüngere (deutsche) Geschichte dann doch mal zum Denken anregt – wäre es dann nicht gefährlich für das aktuelle Regime?

Der vierte Tag begann leider unschön und rief den Gurken- und Möhrensalat, der am Vorabend zur Hühnerkeule serviert wurde, in Erinnerung. Bisher dachte ich, dass ich gegen diese Reisekrankheit immun sei. Nach 4 Stunden radeln war ich dehydriert und mit meinen Kräften am Ende und hielt an einer Raststätte. Im klimatisieren Raum durfte ich vor mich hin dösen und bekam Tee, Zwieback und CocaCola von den Besitzern serviert. Gegen Abend, als ich mit Opioiden vollgepumpt weiterziehen wollte, durfte ich für nichts zahlen. Als dann der erste LKW auf der Straße neben mir hielt um mich nach Türkmenabat mitzunehmen, wusste ich nicht mehr, warum dieser Tag kein perfekter Tage gewesen sein soll.

Am letzten Morgen waren die 35 km von Türkmenabat zur Grenze eher gemütliches Ausrollen. Es wurden als turkmenisches Grenzprocedere alle Bilder auf meiner Kamera kontrolliert und ich musste alle Bilder löschen, die entweder Brücken oder öffentliche Gebäude zeigten. Zum Abschluss rief mir noch ein halbwüchsiger Soldat „Hello Faschist“ hinterher. „Das heißt Goodbye“ gab ich ihm und der lachenden Menge seiner nicht viel älteren uniformierten Kumpanen zurück – vielleicht hat er etwas daraus gelernt.

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Bart-Stand Turkmenistan

Nachtrag: Eigentlich wollte ich diesen Eintrag „Detox 2.0 – von dem Regen in die Traufe“ nennen, denn während im Iran der Alkohol verboten ist, soll das Rauchen im Nachbarland völlig aus der Öffentlichkeit bei hohen Strafen verbannt sein, was nach turkmenischen Angaben zu einer Nichtraucherquote von 92% geführt hat. In den 5 Tagen Turkmenistan habe ich bei der Hitze gar kein großes Verlangen, weder nach Alkohol, noch nach Zigaretten gehabt, und somit gar keine Lust, aktiv zu recherchieren. Und wenn es wirklich nur 8% Raucher geben soll, habe ich die vielleicht alle getroffen, in Farmhäusern, Restaurants oder hinter dem Steuer eines Trucks.

Auf der Wüstenstraße nach Yazd

In Isfahan bin ich mal wieder aufs Fahrrad gestiegen, um nach Yazd zu fahren. Wegen der extremen Temperaturen wollte ich von Sonnenaufgang bis Mittag und in den Abendstunden radeln. Der erste Tag war gut, bald war ich in Varzaneh, 110 km östlich von Isfahan, etwas dehydriert, aber zeitlich knapp vor der hochstehenden und unerträglichen Mittagssonne angekommen. Hussein, ein Truckfahrer aus dem Ort, lud mich zu Mittagessen und Siesta in seine Wohnung ein. Schön gekühlt durch die Klimaanlage verbrachte ich dort den Nachmittag auf persischen Teppichen.

Mit frischem Wasser wollte ich mich dann in die „echte“ Wüste aufmachen. Knapp 100 Kilometer bis zum nächsten Ort, auf halber Strecke soll es eine Karawanserei mit Wasser geben. Am Abend fuhr ich bis zum Sonnenuntergang noch einmal 30 Kilometer auf der Wüstenstraße und schlug dann mein Zelt am „schwarzen Berg“ gegenüber eines großen Salzsees auf.

Leider habe ich mich dann doch mit dem Wasservorräten verkalkuliert,  die Karawanserei konnte ich nicht finden. Am nächsten Morgen gab es  über 3 Stunden kein Auto auf der Straße, das ich hätte anhalten und nach Wasser fragen können. Leichter Gegenwind und ein leichter Anstieg waren zusätzlich geringfügig demotivierend. Mit 2,5 Litern Wasser noch 60 Kilometer bis zum nächsten Dorf zu fahren wollte ich nicht, immer ungewiss, ob noch ein Auto kommt, dass mir Wasser geben kann. So viel Mut hatte ich dann doch nicht. Also drehte ich um und fuhr nach Varzaneh zurück, um nach Yazd zu trampen. Aber die Nacht in der Wüste und das radeln war trotzdem spannend, am Salzsee gab es Flamingos und Schakale und ich weiss nun, dass die iranische Wüste ein schattenfreier heißer Ort ist, auf den man sich doch besser vorbereiten muss.

Yazd ist eine spannende und sehr alte Wüstenstadt. Die Altstadt hat ausschließlich Häuser, die in traditioneller Lehmbauart gebaut sind, das kühlt tagsüber und konserviert die Wärme für die Nächste. Aufgrund des leichten Windes ist die Hitze (>40 Grad) in Yazd erträglich, im Guesthouse traf ich die Radler Conny und Jens wieder, die sich vom Tehraner Visastress in der Wüstenstadt erholen wollten.

Aus Teheran

Etwas nervig ist es wirklich mit den ganzen gesperrten Internetseiten im Iran (auch der Blog), und das Uploaden von Bildern ist nur mit Tricks möglich. In Iran nutzt man Antifilter, um die Sperrungen zu umgehen, zum Preis eines (noch) langsameren Internets. Dafür erhält man Facebook, Youtube und Bild.de. Das Öffnen einer Seite kann aber mal eine Akkuladung des Handys dauern. Der Torbrowser auf dem Computer läuft leider gerade noch etwas unzuverlässig. Aber es gibt ja auch alkoholfreies Bier, dass es nicht nur malzig und süß, sondern auch fruchtig und süß an jedem Kisok zu kaufen gibt.

Und um Vorurteile abzubauen: es gibt Alkohol im Iran, und im Kocher brennt es wie reiner Alkohol:

Alkohol

Seit Tabriz war ich 10 Tage unterwegs auf kleinen Nebenstraßen durch kleine Dörfer, zusammen mit Luka aus der Schweiz und Conny und Jens, zwei Ärzten aus Marburg auf ihrer Tour nach Singapur. 10 Tage im Zelt, fast ausnahmslos gutes Wetter, Hitze bis 35 Grad, und Landschaften, die man sich durch erneut unzählige Höhenmeter und gänzlich fehlendes Internet erstrampeln musste. Zelten in Iran ist manchmal eine Herausforderung, denn generell frage ich doch gerne, ob ich an dem auserkorenen Platz auch wirklich zelten darf. Für gewöhnlich wird gewarnt, es sei gefährlich aufgrund der Tücken der Wildnis. Man hat dann den Besitzern oder Anwohnern des Platzes zu erklären, dass man natürlich darauf achtet, nicht auf Schlangen zu treten – und dass man auch wegen der Schakale vorsichtig sein würde und dass man selbstverständlich genügend Wasser hat. Für gewöhnlich bekommt man danach für ein paar Stunden Gesellschaft, es werden jede Menge Gruppenfotos gemacht und man bekommt Honig, Olivenöl, Eiswasser oder Brot gereicht. 10 Tage fuhren wir gemütlich, immer bedacht, ausreichende Siesta zur Mittagssonne und üppige Mahlzeiten an besonderen Zeltplätzen zur Nacht zu haben.

Die letzten Kilometer nach Teheran haben wir dann auf einem blauen Pickup zurückgelegt. Mal wieder Botschaftsgänge und Visaangelegenheiten. Noch fehlt mir die Genehmigung für Turkmenistan. Außerdem braucht mein Fahrrad eine Generalüberholung, die Felgen sind leider nicht so hitzebeständig, und ganz vielleicht finde ich Ersatz für mein geschmolzenes Felgenband.

Hello my friend – Welcome to Iran

Iran kam dann rasch immer näher. Nach Regenpause in Goris habe ich dann die Tatev-Seilbahn genommen und ein paar hundert Höhenmeter gespart  – „gecheatet“, oder eben mit den Kräften gehaushaltet vor dem letzten armenischen Berg eben.

Kapan
Höhenprofil – Meghri-Pass

Nach Goris war das Wetter noch einmal schön. Die Seilbahn führte direkt zum Tatev-Kloster,das in den letzten Jahren renoviert worden ist. Seit dem Bau der Seilbahn eine wichtige Anlaufstelle für Touristenbusse. Danach noch einmal radeln durch wunderbares armenisches Hochland.

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Seilbahn zum Tatev-Kloster

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Kapan ist die letzte größere Stadt vor der Grenze zum Iran. Leider gab es noch mal ergiebige Regengüsse, dass ich in Kapan noch einen zweiten Tag im Hotel verbrachte und wartete. Den Anstieg zum Meghri-Pass wollte ich schließlich an einem Tag machen, einmal sportlich sein, und den 1.HC Berg in einem fahren. Die 37 Kilometer bergauf habe ich mit einem Durchschnitt von 8,34km/h gemacht. Maximale Steigung vor dem Pass 12%. Die Abfahrt ging natürlich etwas schneller.

Kapanpass (1) Kapanpass (2) Kapanpass (3) Kapanpass (4) Kapanpass (5) Kapanpass Karajan

Danach alles eigentlich wie erwartet und wie bereits von vielen Iranbesuchern beschrieben: 1. plötzlicher „Klimawandel“ von feuchtem Klima in Armenien zu einer trockenen semiariden Steppenlandschaft. Und das innerhalb weniger Kilometer – ok, habe es nun auch gesehen und bestaunt. Rasch lerne ich, mich mit ausreichend Wasser einzudecken, noch nicht gewöhnt hat sich allerdings bisher mein Körper an den extremen Wasserverbrauch.
2. überall so freundliche und hilfsbereite Menschen und gar nicht zu aufdringlich, „Welcome to Iran“, „I am happy to welcome you in my country“, „Hello my friend, thank you for visiting Iran“.

Trotzdem fremdelte ich noch ein wenig in der neuen Umgebung des „Gottesstaates“, und habe mir für die ersten zwei Tage Campingplätze abseits der Zivilisation gesucht und meine eigenen Suppen gekocht. Auf den Straßen natürlich freudliches Zuwinken jedes hupenden Autos, jeder picknickenden Familie am Straßenrand und bereitwilliges Fotomodellstehen für die ganze Familie an den Rastplätzen. Familiäres Setting war sowieso das, was mir besonders auffiel, immer sah man die ganze Familie im Auto fahren, Picknicken oder Einkaufen. Und Gespräche/Smalltalk führte ich mit iranischen Männern und Frauen, die gleichermaßen gut oder weniger gut Englisch sprachen.

Iran (1) Iran (2)

Durch die nordiranische Wüste
Durch die nordiranische Wüste
CAmping in Iran
Camping in Iran
BLick auf Aserbaidschan
Blick auf Aserbaidschan
Kebabstand
Kebabstand

Iran
Der erste Kontakt mit einem Iraner hatte ich dann auf dem Weg nach Tabriz: Ein Auto hielt und Ata, ein Student aus Tabriz fragte mich, ob er mich in die Stadt mitnehmen könne. „Klar, gerne es ist eklig heiß auf der Straße, der Verkehr ist grauenhaft und beides wird sicher schlimmer, je näher ich der Stadt komme“. Er brachte mich zu einem günstigen Hotel im Zentrum, half mir, eine Sim-Karte für das Handy zu besorgen und wollte mir dann gleich noch am Abend mit einem Freund zusammen die Stadt zeigen. Wir liefen über den Basar, die alte blaue Moschee. Ich wäre verloren in diesem Labyrinth aus Straßen. Der Basar ist über 1000 Jahre alt, und war wichtiger Knotenpunkt der alten Seidenstraße. Insgesamt gibt es 24 Karawansereien auf 7 Quadratkilometern, schon nach einigen Metern ist man in diesem Labyrinth verloren. Kann man gar nicht alles besuchen, aber es reicht auf ein paar Gänge abzulaufen, der Duft der Gewürze und Lebensmittel, exotisches und bekanntes wird angeboten. Fladenbrote mit Safran und Safraneis – lecker.

Tabriz (1) Tabriz (2) Tabriz (3) Tabriz (4) Tabriz (5) Tabriz-Basar (1) Tabriz-Basar (2) Tabriz-Basar (3) Tabriz-Basar (4) Tabriz-Basar (5) Tabriz-Basar (6) Tabriz-Basar (7) Tabriz-Basar Tabriz